Hypnose ist den meisten Menschen nur vom Erzählen oder aus dem Showgeschäft bekannt und erweckt  Neugierde, Faszination aber sie erscheint auch unheimlich und vielleicht sogar bedrohlich.

 

Viel älter jedoch ist die Hypnose als Heilmethode. Hypnose- und Trancetechniken werden seit Jahrtausenden in der Heilkunde angewandt. Bereits 2000 vor Christus wurde die Hypnose von Priestern im antiken Griechenland (Asklepioskult) erfolgreich eingesetzt. Der Tempelschlaf aus Ägypten dürfte auch auf Hypnosetechniken zurück zu führen sein. Der Kult des Asklepios  wurde im Jahr 291 v. Chr. nach Rom übertragen, wo Asklepios als Äskulap verehrt wurde. Noch bis heute gilt der Äskulapstab in vielfältiger Form als Symbol des medizinischen Standes. 

 

Erst im 19. Jahrhundert wurde die Hypnose für medizinische Zwecke wieder entdeckt. Heute wird die Heilhypnose bereits von vielen Ärzten, Psychologen und Zahnärzten mit großem Erfolg eingesetzt.

 

In der modernen medizinischen Hypnose arbeiten Arzt und Patient als Partner, wobei der Arzt dem Patienten den Weg in die Hypnose oder anders ausgedrückt in die Trance weist. Es handelt sch dabei um einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem äußere Geschehnisse vorübergehend an Bedeutung verlieren und die Konzentration nach innen gerichtet ist. Grundsätzlich ist Trance ein natürlicher Zustand. Er tritt etwa beim Tagträumen oder „in ein Loch sehen“  oder beim Lesen eines spannenden Buches spontan auf. Bei der medizinischen Hypnose wird diese Fähigkeit des Menschen genutzt und der Zustand gezielt herbeigeführt um die Ressourcen des Unbewussten für Heilung, Entspannung, Schmerzlinderung,  Konzentrationsförderung etc. zu nutzen. 

 

Viele Menschen fragen sich, ob sie für Hypnose geeignet sind. Ein Mindestmaß an Intelligenz vorausgesetzt ist fast jeder Mensch, der dies möchte, auch hypnotisierbar. Für die meisten Menschen gilt, je intelligenter jemand ist, desto leichter gleitet er – sein inneres Einverständnis vorausgesetzt- in Trance. Ohne diese innere Bereitschaft ist eine Hypnose nicht möglich. In der Regel kann niemand gezwungen  werden in Hypnose Dinge zu tun, die er im Normalzustand aus tiefsten Inneren ablehnen würde. Der Patient behält auch in Hypnose ein Maß an  Kontrolle und kann gegebenenfalls den Trancezustand aus eigener Kraft beenden.

 

Anwendung:

Klassische Anwendungsgebiete der medizinischen Hypnose sind: Unruhe, Ängste, chronische oder akute Schmerzen, Ohrgeräusche, Verdauungsstörungen, Reizdarmsymptomatik, Schlafstörungen, Allergien, Hautkrankheiten, psychosomatische Krankheiten, Störungen im Bereich des Immunsystems, Nikotinentwöhnung u.s.w.

Obwohl mit Hypnose teils ganz außerordentliche Erfolge erzielt werden, kann, wie bei allen anderen medizinischen Verfahren, eine Erfolgsgarantie nicht gegeben werden.

 

Ausbildung:

Hypnose ist keine mystische Gabe sondern eine mehrjährige  Zusatzausbildung für Ärzte, Zahnärzte  und Psychologen. Sie gliedert sich in eine Grundausbildung und unterschiedlich lange Weiterbildung für die verschiedenen medizinische Schwerpunkte. Nach Abschluss der Weiterbildung ist die Aufnahme in entsprechende wissenschaftliche Gesellschaften  möglich. Ich selbst beschäftige mich seit 2005 mit Hypnose und nehme weiterhin regelmäßig an entsprechenden Fort- und Weiterbildungen teil. Ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie, bei der ich auch meine Ausbildung absolviert habe.

 

Kosten:

In der Regel werden die Kosten der Hypnotherapie trotz der inzwischen erfolgten Anerkennung als wissenschaftliches Verfahren  weder von den gesetzlichen noch von privaten Krankenkassen übernommen.

Eine Hypnosesitzung dauert etwa 50 Minuten.

Für Nachfragen: hypnose@online.de  oder rufen Sie einfach an.

 

 

Weiterführende Information:

Wenn Sie sich für weiterführende Literatur interessieren, kann ich das Buch des Ehepaars Bongartz empfehlen: Hypnose. Wie sie wirkt und wem sie hilft. von Bärbel Bongartz und Walter Bongartz von Rowohlt Tb. (leider nur noch antiquarisch zu bekommen)

Informationen über Hypnose gibt es außerdem bei der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH): http://dgh-hypnose.de/con/home

 

 Dr. med. Renate Lechner